Refraktive Sprechstunde

Universitäts-Augenklinik Tübingen


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Besuchen Sie eine unserer nächsten Informationsveranstaltungen:


"Brille, Linse, Laser.
Welche Behandlungen gibt es bei Fehlsichtigkeiten und grauem Star?"


am 09.01.2017, 06.02.2017 oder 07.03.2017, jeweils um 18:30 Uhr


im gemeinsamen Hörsaal der Augenklinik und der HNO-Klinik.
(Anfahrt)

...oder laden Sie unsere Informationsbroschüre herunter.

Das Team


PD Dr. med. M. Leitritz, FEBO

Sektionsleiter

Dr. med. A. Böhm

Dr. med. C. Klameth

Dr. med. T. Röck, FEBO

Untersuchung

Die wichtigsten Voraussetzungen für eine gute Behandlung sind die detaillierte Anamnese und eine exakte Untersuchung. Neben einer Bestimmung der Sehschärfe werden beispielsweise auch genaue Analysen der Hornhaut, der Netzhaut oder der Augendimensionen vorgenommen. Hierbei werden Sie von A-Z von ärztlichem Personal betreut, welches Ihnen jederzeit bestehende Fragen gerne beantwortet. Gemeinsam mit Ihnen besprechen wir dann die Untersuchungsergebnisse und erörtern die möglichen Behandlungsmaßnahmen. Es geht uns nicht darum, irgendeine OP zu machen, sondern die für Sie individuell passende Option zu finden. Sicherheit steht dabei für uns an erster Stelle. Die Dauer einer Untersuchung liegt bei ca. 1 - 2,5 Stunden. Auch die Pupillen müssen dabei erweitert werden. Besonders wichtig ist uns, dass Sie genügend Bedenkzeit vor einem etwaigen Eingriff haben.

Femto-Phako-Laser

Seit wenigen Jahren besteht die Möglichkeit, eine Operation der Linse laserunterstützt durchzuführen. Zur Verwendung kommt dabei ein sogenannter Femtosekunden-Laser. Innerhalb sehr kurzer Zeitintervalle werden kleine Energieimpulse gezielt abgegeben. Hierdurch kann der Weg zur Linse sehr sehr präzise geplant und eröffnet werden. Zudem kann die natürliche Linse schon im Vorfeld zerkleinert werden, wodurch ein späteres Absaugen vereinfacht werden soll. Es kommt jedoch nicht jeder für eine solche OP-Methode in Betracht. Über die individuelle Möglichkeit und Sinnhaftigkeit einer laserunterstutzten Linsenoperation werden wir mit Ihnen eingehend und objektiv sprechen.

Kunstlinsen

Künstliche Linsen können entweder zusätzlich (sog. phake Linsen) zur natürlichen Linse oder anstelle (refraktiver Linsentausch / OP bei "grauem Star") der eigenen Linse implantiert werden. Die Stärke der Kunstlinsen kann an die individuellen Voraussetzungen angepasst werden. Ein Ersatz einer klaren, körpereigenen Linse erfolgt in aller Regel nur, wenn die Naheinstellungsfähigkeit (Akkommodation) nicht mehr gegeben ist (meist ca. ab dem 45. Lebensjahr). Am häufigsten werden Kunstlinsen im Rahmen einer Katarakt (grauer Star) implantiert. Wir verwenden in unserem Haus Monofokallinsen, torische Linsen, Bifokal- und Trifokallinsen. Bei weitem nicht jedes Auge und jeder Patient sind für alle Linsen geeignet. Daher muss auch hier eine genaue und individuelle Bedarfsanalyse erfolgen.

Hornhaut-Laser

Mittels eines sogenannten Excimer-Lasers kann die Brechkraft der Hornhaut so verändert werden, dass Kurz- und Weitsichtigkeiten ausgeglichen werden können. Auch die Korrektur einer Stabsichtigkeit (Astigmatismus) ist möglich. Diese sogenannte Photorefraktive-Keratektomie hat aber auch ihre natürlichen Grenzen. Diese sind vor allem durch die Hornhautdicke gegeben. Der Laser ist aber auch geeignet, um eine Glättung der Hornhaut zu erreichen. Dies ist inbesondere im Rahmen einer Narbenbehandlung oder bei anderen oberflächlichen Hornhauttrübungen bzw. bei wiederkehrenden Hornhautrissen (rezidivierende Erosio cornea) hilfreich.